Der neue Hafen in Puerto de Tazacorte auf La Palma

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Blick in den neuen Hafen Puerto de Tazacorte

Wer bereits Stammgast auf der wunderschönen Insel La Palma ist, der kann sich bestimmt noch sehr gut an den alten Hafen von Tazacorte erinnern – ein kleiner Fischerhafen, ein wenig verschlafen vielleicht, aber mit sehr viel Charme.

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Blick in den alten Hafen von Puerto de Tazacorte

Aber es hat sich viel getan in den letzten Jahren. Am 12.02.2015, wurde der zweite Ausbau des Hafens von Tazacorte fertiggestellt und auch vom Inselpräsidenten Paulino Rivero festlich eingeweiht. Nun präsentiert sich der Hafen von Tazacorte mehr als großzügig, 2 Anlagestellen für Fähren und Frachtschiffe und ausreichend Parkmöglichkeiten wurden hier geschaffen.

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Eine großzügige Fläche wurde hier geschaffen…

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Eine zweite Anliegerstelle im kleinen Hafen von Puerto de Tazacorte auf La Palma

Die Frage, die man sich stellt, ist aber:
Wird es denn je einen Fährbetrieb geben, der von Puerto de Tazacorte abgeht? Und wird wirklich einmal hier ein Frachtschiff anlegen um Bananen an Bord nehmen, die man dann nicht mehr, wie bisher, mit den LKW’s von West nach Ost befördern müsste. Dies alles bleibt abzuwarten.
Denn für alle Reedereien wäre es ein Umweg im Hafen von Tazacorte anzulegen, müssten sie doch die halbe Insel umrunden, was einer längeren Fahrzeit entspricht und somit auch mehr Kosten verursachen würde. Vor 3 Jahren hatte man die Idee, eine regelmäßige Fährverbindung von Tazacorte nach El Hierro zu schaffen und 2 Sommer lang konnte man die Fährverbindung nutzen. Nur leider musste man dieses Projekt wieder aufgeben, es hat sich nicht rentiert.
Die Gewinner dieses neuen Hafens sind zweifelsfrei die privaten Bootsbesitzer – ihre Boote und Yachten sind sehr sicher im Hafen von Tazacorte verankert.

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Private Yacchten im Hafen von Puerto de Tazacorte

Gäste, die das erste Mal auf La Palma sind und den Hafen von Tazacorte besuchen, werden sich ein wenig verwundert die Augen reiben, liegt hier doch auch ein ehemaliger Krabbenkutter, die BUSSARD vor Anker und bietet interessierten Gästen Tagestouren an und sogenannte „Sunset Cruises“.

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Tickeverkaufsstelle für die „Bussard“

Die Fancy II lockt Kunden mit „Wale Watching“ und mehreren Tagesangeboten, wie die Delfinsafari oder die Nordtour.

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Ticketverkauf für die Fancy II

Die Verpflegung der Gäste ist bei allen Fahrten inklusive.
Der neue, großzügige Hafen von Tazacorte sucht noch seine Bestimmung; und bis dahin wird man noch ein wenig warten müssen, auf ein Kreuzfahrtschiff oder eine Fähre.
Für den Fall der Fälle aber – so sieht es jedenfalls aus – ist Tazacorte bestens gerüstet.

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Blick auf den Strand von Puerto de Tazacorte

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Zufahrt und Anlegestelle im Hafen von Puerto de Tazacorte auf La Palma

Dennoch ist man geneigt, einen Vergleich zum Flughafen in Santa Cruz de La Palma zu sehen, der ja auch mit Recht als gigantomanisches Bauwerk bezeichnet werden kann.

Veröffentlicht in Allgemein
4 Kommentare zu “Der neue Hafen in Puerto de Tazacorte auf La Palma
  1. Jens Willlert sagt:

    Nach dem „Flughafenschock“ am 15.November traute ich meinen Augen nicht,
    als ich am nächsten Tag nach Puerto de Tazacorte kam: gigantische
    Stahl-Beton-Bögen, schon rostendes Metall, edle Beleuchtung und leere, riesige Parkfläche. Das ganze Bauwerk menschenleer!!! Was ist das???
    Kein Hinweis wie z.B.: hier entsteht der Kreuzfahrtterminal und Fährhafen von La Palma. Kein Wunder: So einen Unsinn macht doch keiner!
    Wie die Vorredner meinen, müssten die dafür Verantwortlichen die Baukosten
    übernehmen und auch den Rückbau bezahlen. Wahrscheinlich sind es die gleichen Leute, die den Flughafen zu verantworten habe!

  2. Ralf Korten sagt:

    Es ist einfach unglaublich – das alles im Hafen von Puerto de Tazacorte stinkt nach Bestechung und Korruption.
    Es müsste dringend nachgeforscht werden, wer sich an diesem Hafenwahnsinn die Taschen voll gemacht hat. Ein sinnloser Hafen an einem sinnlosen Ort – gefördert durch Millionen und Abermillionen an EU-Geldern.
    Das hat hier nichts mit Arbeitsplatzsicherung oder wirtschaftlicher Förderung zu tun – das ist Volksverdummung in Reinkultur – unterstützt von der EU und unseren Steuergeldern! Hier waren eindeutig Kriminelle Elemente am Werk, aber offenbar besteht keinerlei Interesse – weder auf den Kanaren, noch in Spanien oder der EU – diesen Skandal aufzuklären und die Verantwortlichen hinter Schloss und Riegel zu bringen.

  3. Schneiderlein sagt:

    Ich muss meinem Vorredner uneingeschränkt recht geben.
    Die zweite Hafenmauer wurde unmittelbar vor die erste gesetzt, was erstere nun völlig nutzlos erscheinen lässt.
    Die EU-Zuschüsse der ersten Mauer belaufen sich auf 8,2 Millionen Euro, die der zweiten auf 27 Millionen Euro. Die Gesamtkosten beider Hafenmauern lagen natürlich deutlich höher. (Quelle: Wikipedia)
    Die Zufahrt zur neuen Anlegestelle ist gesperrt und wird es wohl auch in Zukunft bleiben.
    Finanziell ein Wahnsinn, den wir, letztlich auch durch verlängerte Lebensarbeitszeiten mittragen dürfen.
    Die EU, in ihrer jetzigen Form, ist ein Schreckgespenst, das in seine Schranken gewiesen werden muss.

  4. Löw sagt:

    Diese Betonkolosse muß man gesehen haben,um den gigantischen Superwahnsinn zu begreifen, der
    in der EU herrscht.Als normaler Bürger ist man geneigt,zu hinterfragen,ob die Planer noch
    alle TASSEN im Schrank hatten !
    Da wurden Millionen buchstäblich in den Sand gebaut.Hatten die Kontrolleure Urlaub oder
    wurden sie bestochen?
    Es ist einfach nicht zu fassen!!!

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