Auf La Palma: Lesung und Erzählabend mit Galsan Tschinag

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Meine Jurte pocht in der Steppe
Die meine andere, große Jurte ist
Der Rauchfaden
Der in der kleinen gedreht
Und hindurch die große zieht
Ist meine Nabelschnur
Bin das gemeinsame Werk
Des Vaters Himmel und der Mutter Erde
Habe mich
Am unruhigen Nomadenherd
Für drei Pferdeleben eingerichtet

Der deutschsprachige tuwa-mongolische Schriftsteller, Dichter und Schamane Galsan Tschinag kommt am 2. Dezember 2015 das erste Mal zu einer Lesung nach La Palma. Er ist ein international bekannter Autor und wird uns durch seine in deutscher Sprache geschriebenen Bücher in die Nomadenwelt im Altai der westlichen Mongolei entführen und mit seiner ausdrucksstarken blumigen Sprache und seinem Humor uns einen unvergesslichen  Abend bereiten.

Galsan Tschinag wurde im Winter 1943/44 in einer Jurte im Altai als jüngster Sohn geachteter Hirtennomaden geboren. Die Schulzeit verbrachte er in einem Internat für Nomadenkinder. 1962 erhielt er ein Stipendium, um in Leipzig Germanstik zu studieren. Sein Studium schloss er 1968 als Jahrgangsbester summa cum laude ab und ging als Dozent zurück in die mongolische Hauptstadt Ulan Bator. Seit 1990 lebt er als freier Schriftsteller in der Mongolei.

Er hatte eine Vision, die er ab 2008 in die Tat umsetzt. Er will seinem Land 1 Million Bäume schenken, um den Regen zurückzuholen und dadurch einen Teil der Mongolei wieder zu bewalden. 500 000 Bäume sind durch ihn und durch Spenden vieler privater Unterstützer bisher gepflanzt worden.

Lesung und Erzählabend am 2. Dezember, 18 Uhr im Restaurant Las Piedras, Lesung in El Paso, gegenüber vom Centro de Visitantes.
Ab 17 Uhr werden Reiseeindrücke vom Altai und dem Leben mit den Nomaden gezeigt. Es gibt einen Büchertisch, Bücher können signiert werden.

Karten im Vorverkauf 15 Euro, Abendkasse 18 Euro.
Reservierungen unter RestauranteLasPiedras@gmail.com, Tel +34 922 48 50 56

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