La Palma und seine Ureinwohner

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Das Museo Arquelogico Banahorita – ein Besuch ist lohnenswert

Die Ureinwohner der kanarischen Inseln nennt man Guanchen. Dieser Begriff setzt sich aus dem Wort „guan“ = Mensch und „che“ = weißer Berg zusammen. Man geht davon aus, dass damit der schneebedeckte Teide auf Teneriffa gemeint ist. Also heißt Guanche eigentlich „Mensch aus Teneriffa“. Ob nun alle Guanchen von Teneriffa kamen und die restlichen Inseln besiedelten, ist nicht bekannt, denn alle Inseln hatten ihre eigenen Namen. So nannten sich die Ureinwohner von Fuerteventura „Majos“ und die von El Hierro „Bimbaches“, die Ureinwohner von La Palma tauften ihre Insel „Benahoare“ = mein Land und nannten sich selbst Benahoaritas.

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Nachgestellt: Benahoritas

Die Herkunft der Guanchen ist leider auch nicht genau geklärt, einige gehen davon aus, dass sie von den Berbern abstammen, andere sagen, sie seien Wikinger gewesen, denn die Guanchen waren groß, blond und blauäugig. Einige der Stämme haben sich nach der Eroberung durch Spanien lieber in den Tod gestürzt, dies spricht sicherlich mehr für eine nordische Rasse, denn sie wollten lieber tot sein, als versklavt zu werden.
Die kanarischen Inseln waren im Altertum wohl schon den Phöniziern bekannt, aber nach dem Untergang des Römischen Reiches gerieten die Inseln weitestgehend in Vergessenheit. Wohl auch deshalb blieben die Guanchen irgendwie in der Steinzeit stecken, bis im 13. Jahrhundert die ersten Europäer auf den Inseln eintrafen und La Palma sich dann als letzte Insel im Jahre 1492 dem General Alonso Fernández de Lugo ergeben musste. Dies geschah übrigens mit einem üblen Trick und kostete den letzten Guanchenhäuptling Tanausú das Leben.
La Palma hat auch heute noch so einige Attraktionen zu bieten, Wohnhöhlen, Steinwerkzeuge, Grabstätten und Petroglyphen, seltsame Steinritzungen, deren Bedeutung leider immer noch weitgehend ungeklärt sind.

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Töpferarbeiten

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Nachgestellt – Guanchenleben

Und dann gibt es auch die sogenannten „Königswege“, die aus Stein gepflasterten Wege, welche die gesamte Insel überziehen und die verschiedenen Regionen der ehemaligen Stammesgebiete verbinden. Sie werden auch heute noch restauriert und gepflegt, die Palmeros legen Wert auf ihre Vergangenheit.

Die Benahoritas ernährten sich überwiegend von Ziegenfleisch (sie hüteten ihre Ziegen in der Caldera de Taburiente) Muscheln, Krebsen und dem Fisch, den man vom Meeresufer aus fing, denn Schiffbau und Seefahrt kannten sie nicht mehr, das geriet irgendwie in Vergessenheit.
Ein weiterer Hauptbestandteil ihrer Ernährung war Gofio, das kennt man auch heute noch in der palmerischen Küche. Ursprünglich wurde Gofio aus Gerste hergestellt, nimmt man an, heute ist es meist Maismehl.
Die Guanchen verehrten Naturgötter, sie nannten die Sonne „Ahora“ und den Teufel „Iruene“. Der Teufel hatte für die Guanchen die Gestalt eines zottigen Hundes. Eine bedeutende Kultstätte und der „heilige Fels“ der Guanchen war der Idafe, ein steil hervorragender Fels mitten in der Caldera. Hierhin brachten sie ihre Opfergaben. Die Guanchen mumifizierten ihre Toten und man sagt, sie konnten sogar die Mondzyklen berechnen.

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Eingang zum Museum

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Im Museum – Erläuterungen

Im „Mueso Arqueológico Benahoarita“ in Los Llanos de Aridane wurden Fundstücke zusammengetragen, Hütten und Ställe aufgebaut, Geschirr und Schmuckstücke der Ureinwohner und aus dem Wenigen, was man weiß, wird hier sehr anschaulich das Leben der Ureinwohner beschrieben.

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Steinhütten der Ureinwohner

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Nachgestellter Ziegenstall der Ureinwohner

Das Museum hat Montag – Samstag von 09.00 – 20.00 h geöffnet,
sonntags von 10.00 – 14.00, der Eintritt ist mit 5 € wirklich nicht teuer.
Wer sich für die Geschichte La Palmas interessiert, wird hier einige lehrreiche Stunden verbringen.

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