Töpferei auf La Palma

Wenn man auf den Kanarischen Inseln seinen Urlaub verbringt oder auch dort lebt, dann kommt man an den Ureinwohnern, den Guanchen, nicht vorbei. Denn sie haben ihre Spuren hinterlassen, auch wenn man nicht sehr viel gefunden hat. Die Ureinwohner von La Palma nannten diese Insel „Benahore“ = „mein Land“, erst mit der Eroberung durch die Spanier bekam La Palma diesen Namen.

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Ceramica de el Molino – eine schöne Keramikwerkstatt in Mazo

Ramón Barreto hat sein Leben dem Töpferhandwerk der Guanchen gewidmet und stellt originalgetreu die verschiedenen Gefäße her, nach Originalfundstücken. Selbst Experten können diese exakten Kopien altkanarischer Töpferkunst oft nicht von den wenigen Originalen unterscheiden.

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Fundstücke die auf La Palma zusammengetragen wurden

Eine Töpferscheibe kannten die Ureinwohner nicht, die Altkanarier kannten nur die Aufbautechnik, bei der Tonwulst auf Tonwulst gelegt und dann glatt gestrichen wurde.

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Ramón Barreto bei der Arbeit in seiner Töpferwerkstatt

Auch Brennöfen oder deren Reste wurden nicht gefunden, deshalb wird vermutet, dass man die fertigen Tonteile im offenen Feuer brannte. Ramón Barreto verwendet jedoch einen Brennofen der mit Holz befeuert wird und brennt die Gefäße bei niedrigen Temperaturen von 600 – 700 Grad.

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Der Verkaufsraum El Molino – hier können Sie bei einem Besuch in Mazo auch Keramik erwerben

Den Ton übrigens findet man in Puntagorda, der genaue Ort wird nicht verraten und auch nicht die Zusammensetzung des Öls, mit dem die Gefäße bestrichen werden, damit sie ihre typische dunkle Farbe erhalten. In liebevoller Arbeit werden die Ritzmuster eingearbeitet, Spiralen etwa und Halbkreise, ähnlich der Felsbilder, die man auf der ganzen Insel findet.

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Der Brennofen, in dem Ramón Barreto seine Arbeiten heute brennt…

Ramón Barreto kam Anfang der 1970er Jahre aus Venezuela zurück nach La Palma und kaufte die Mühle in Mazo, die aus dem 19. Jahrhundert stammt,  restaurierte sie liebevoll  und begann dann auch mit seiner Töpferarbeit.
Ein Besuch hier lohnt sich auf jeden Fall und wer typische palmerische Mitbringsel sucht und diese Töpferarbeiten schätzt, der kommt hier voll auf seine Kosten.

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Im Verkaufsraum ausgestellte Keramiken, liebevoll angeordnet

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Der Eingang zum Grundstück von „El Molino“, der schönen Keramikwerkstatt

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