Und wieder: Neue Kioskos in El Remo

Groß war das Bedauern der Einheimischen und der Urlauber auf La Palma, als im Spätsommer 2015 die drei Kioscos „7 Islas“, „Aterure“ und „El Calamar“ in El Remo auf Anweisung der Dirección General de Costas abgerissen werden mussten. Als Grund wurde genannt, dass die drei Lokale keine Lizenz für ihre kleinen Lokale hätten und viel zu nah am Meer stünden. Die Betreiber wollten das so nicht hinnehmen und holten sich die erforderlichen Papiere, denn es ging ja auch um ihre Existenz. Die Voraussetzung für die Neubauten war aber, dass sie jederzeit sehr schnell demontierbar sein müssen. Zwei der Kioscos haben in der Zwischenzeit wieder geöffnet. Über eine Treppe kommt man zu den Terrassen, die durch ihre erhöhte Lage den Blick auf den Atlantik garantieren. Die neuen Lizenzen der Betreiber gelten jeweils für ein Jahr und müssen dann erneuert werden. Der ehemalige Kiosco Aterure hat zwischenzeitlich einen neuen Namen und heißt jetzt „Kiosko Reme“. Auch die berühmte zigarrenrauchende Wirtin hat sich zur Ruhe gesetzt und den Betrieb an ihre Tochter abgegeben. Hunde sind übrigens im Kiosco Reme nicht erlaubt…

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Im Hintergrund – der zweite Kiosko in El Remo

 

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Futuristisch wirkend: Der zweite neue Kiosko in El Remo

        

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Der zweite Kiosko – 7 Islas – in El Remo

 
Ein wenig futuristisch mutet der neue Kiosco „7 Islas“ an. Hier darf man kleine Hunde mitbringen. Das gewohnt gute Essen tröstet darüber hinweg, dass die Kioscos ein wenig von ihrem alten Flair verloren haben und auch die Gasträume haben kräftig abgespeckt. Die Terrassen bieten Platz für ca. 30 Personen, bis zum Abriss konnten hier locker bis zu 60 Personen bewirtet werden. Die Bedienung ist wie immer sehr aufmerksam, zuvorkommend und wirklich nett.

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Vorspeise im Kiosko – da kommzt auch Vorfreude auf.

 

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Eine weitere Vorspeisenplatte im Kiosko. Allein die Vorspeisen sind schon sehr reichhaltig…

Auf der Speisekarte findet man zusätzlich zu dem fangfrischen Tagesfisch (meist 3 – 4), darunter der Vieja, Alfonsiño oder Atun, meist auch ein Gericht mit Fleisch oder auch eine spanische Tortilla.

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Fischplatte im Kiosko – El Remo ist und bleibt ein Topp-Tipp

 
Niemals fehlen auf den palmerischen Speisekarten darf der „postre“ = Nachtisch wie Eis, kleine Kuchen und selbstverständlich der „barraquito“, ein süßer Kaffee mit Likör, einfach köstlich.

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Ein köstlicher Barraquito – der Nachtisch vom Nachtisch.

 

Noch im Bau ist der dritte Kiosco „El Calamar“.Ein Eröffnungstermin ist hier noch nicht bekannt und ob der Name „Calamar“ bleibt, steht auch noch nicht fest.

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Der dritte Kiosko – noch im Bau

Als Fazit kann man sagen, dass sich ein Besuch in El Remo immer noch lohnt, wenn man eine Alternative zu den mehr touristisch ausgelegten Strandlokalen von Puerto Naos oder Puerto de Tazacorte sucht. El Remo ist noch immer ursprünglich und ein wenig „verschlafen“ und das Essen wirklich supergut.
Bleibt nur noch zu sagen „Buen provecho“ – Guten Appetit.

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4 Kommentare zu “Und wieder: Neue Kioskos in El Remo
  1. Es kommt auf die Erwartungshaltung eines jeden an. Wer kulinarische Höchstleistungen erwartet ist auf den Kanaren sowieso falsch aufgehoben. Die kanarische Küche ist schlicht und einfach. Und wer an einem Strandkiosk Wunder erwartet, wird gleich noch mehr entäuscht sein. Das ist aber in Deutschland nicht viel anders. Und in den überlaufenen Touristenregionen meist sogar noch schlimmer.

  2. Mike Müller sagt:

    Also es sind alle 3 Kiosks nicht sehr bemüht um Service, guten Geschmack und Menge.

    Aber, wie überall auf der Insel, wo Touris sind, sind auch die Palmeros danach – teuer, frech, wenig amüsed.

    Mich ärgert allerdings diese dilettantischen Aussagen von Deutschen wie oben angeführt.

    In Deutschland bekommst du keinen noch so süsslichen oder nichts schmeckenden Fisch direkt am Strand.

    Denkt vielleicht, dass es auch in Deutschland nicht so saubere Speisekarten gibt.

    Allerdings, wenn ich bereits 18 Jahre auf die Insel komme, dann sollten mich solche Sachen nicht stören, oder?

    Nehmt euch bei der Nase, immer ein blödes Gemeckere, geniesst die Natur und seit froh, dass ihr die Möglichkeit habt es zu sehen und zu fühlen.

  3. Susanne sagt:

    El Charco ist eher unterirdisch, was Service und Essen angeht. Die Tische mit einer Resopalplatte, teilweise angeknackst. Der Tunfischsalat war mit einer sehr gewöhnungsbedürftigen -weil süßen- Vinagrette angerichtet, was so nicht in der Speisekarte vermerkt war. Leider gab es Essig, Öl, Dalz und Pfeffer nur auf Nachfrage. Unsere Aioli wurde vergessen, stand jedoxh auf der Rechnung. Dass wir keine Getränke mehr hatten, fiel der Bedienung nicht auf. Die Speisekarte besteht aus DinA4-Seiten, teilweise befleckt und mit Wasserspritzern. Alles in Allem wenig professionell. Wir urlauben seit 18 Jahren auf La Palma, werden due Lokale in El Remo aber zukünftig meiden.

  4. Ute Winsel sagt:

    Zwischenzeitlich sind alle 3 kioskos wieder in Betrieb. Das frühere „El Calamar“ heißt jetzt „El Charco“.
    Ute

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